Mit der Ausstellung, die sich ANDREA CROSA und BATTISTA LURASCHI widmet, setzt die Galleria Arrivada ihr Programm zum NEUEN FUTURISMUS fort. Diese Kunstbewegung, die ihren Anfang im Mailand der 80 Jahre unter dem Kritiker Renato Barilli und dem Galeristen Inga Pin fand, präsentiert sich mit der gleichen expressiven Vitalität, die sie in den langen Jahren des Experimentierens auszeichnete.

Im Verlauf ihrer kreativen Phasen sind ihre Vertreter zu einer ausdrucksstarken Sprache gelangt, deren Bedeutungen über ästhetische, formale und repräsentative Schlussfolgerungen, die auch in ihrer Zeitgenössigkeit auf den „Historischen Futurismus“ von Balla und Depero rückführbar sind, die Notwendigkeit eines spielerischen Ausdrucks einer dynamischen und gleichzeitig häuslichen, fast kontemplativen Kunst aufgezeigt haben, die sich im Alltag abspielt und diesen durchläuft, um sich dann gen Zukunft zu richten.

 

ANDREA CROSA
In seinem „schwebenden“ ewig Alttäglichen zeigt er die Welt in einer perspektivischen Dimension, in der sich die geometrischen Gegebenheiten in eine Metaphysik des Traums verwandeln. Seine Konstruktionen, die aus sich spontan zusammensetzenden Modulen bestehen, vibrieren Dank des Kristallisierens und der gleichzeitigen Dynamik einer dichten und unmissverständlichen Farbe und zeigen kleine verspielte Formen. Der Mensch ist gänzlich abwesend.

Diese minutiöse und perfekte Gestaltung einer sich monumentalisierenden Miniaturwelt lässt Crosa von der Spannung von Linien dominieren, die sich durch den Raum bewegen und Formen voller Erwartungen umschreiben. Über Fragmente der Wirklichkeit schafft er Modelle, die sich mit seiner mikrorealistischen Wahrnehmung von Raum und Zeit identifizieren. Lediglich der Betrachter kann eingreifen, um den Zauber zu brechen, indem er diese Ikonen zu Erinnerungen an Erlebtes zurückführt, die voller Kraft in Richtung auf eine Zukunft drängen, die Gewissheiten sucht.

 

BATTISTA LURASCHI
Mit kompositorischer Strenge, deren Ursprung in der rationalistischen Lehre liegt, stellt er Räume mit äußerster Präzision dar, doch während er noch versucht, diesem gebieterischen ästhetischen Diktat zu folgen, überschreitet er plötzlich jegliche angeeignete Wirklichkeit und findet in einer berauschenden chromatischen Explosion Trost und Befreiung.

Luraschis Kreativität durchläuft zahlreiche Phasen vom Projekt zum Objekt und gelangt schließlich zu einer experimentellen, in Ansätzen ludischen Periode.

Sein von der Dichtung inspiriertes künstlerisches Thema entfaltet sich in einer Poesie der Form und der Farbe und tritt als Akt der Alltäglichkeit in den Raum.
Der Künstler gibt seinen Werken auf diese Weise und durch die Nutzung der Mechanismen von Kunststoffen, Knöpfen, geschickt eingesetzten Faltungen und Nervaturen genau die Bewegung, die zum DNA der Futuristen gehört.

Die Ausstellung ist vom 15. April bis 18. Juni von Mittwoch bis Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 10 - 12 und 14 - 16 Uhr geöffnet.

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